Im Februar 2014 flog ich, Helmut,  nach Kenia um die Vorbereitungen für den Bau unseres Education Centers zu treffen. Gespräche mit örtlichen Architekten, Vermessungsingenieuren, Brunnenbauern und erste Vorgespräche mit Bauunternehmen waren angesagt. Tatsächlich erreichte uns kurz vorher die Horrorbotschaft von Birgit, dass die ehemaligen Grundstücksbesitzer angefangen haben, die großen Bäume auf den Grundstücken zu fällen um sie als Brennholz zu verkaufen. Birgit hat die Aktion zwar sofort stoppen können, jedoch waren leider schon ein Großteil der Bäume gefällt. Ein Riesendesaster und sehr enttäuschend für uns. So begann der Aufenthalt mit einem Frusterlebnis. Die Grundstückskäufe, insgesamt waren es fünf Grundstücke, waren endgültig mit der Teilung des letzten Grundstückes und des Erhalt des letzten Title Deed (Grunderwerbsurkunde)  Ende Januar abgeschlossen und bezahlt. Trotzdem riet uns Birgit, doch lieber noch einmal im Grundbuchamt abzuchecken, ob unser Verein nun tatsächlich auch als Grundbesitzer eingetragen ist.

Eigentlich ist das sehr einfach. Es gibt eine “green Card” für jedes Grundstück auf dem Grundbuchamt, diese ist in den Grundbüchern unter dem Bezirk und dem County abgelegt. Nachschauen, auf dem Formular die Richtigkeit bestätigen, Stempel, Unterschrift, fertig! Zumal die “green Cards” ja erst ca. 3 Wochen vorher ausgestellt wurden um die Title Deeds ausstellen zu können, deshalb schien das einen Zeitaufwand von höchstens 2 Stunden zu beanspruchen. So weit , so logisch. Um 10.00 h waren Birgit, William, Matano und ich in Kwale, um 10.30h waren die notwendigen Formulare gekauft (!!), selbst ausgefüllt und Matano und William standen in der Schlange an. Um 12.00 h hieß es Mittagszeit, der Chief war weg – vielleicht 1-2 Stunden wer weiß das schon. Um 14.00 waren wir wieder da, um 15.30 h saßen wir dann in seinem persönlichen Büro und plauderten und warteten, während er zwischendurch aller möglichen Dokumente unterschrieb, ein reges Kommen und Gehen, Akten wurden hereingeschleppt und wieder rausgetragen. Ich saß auf einem klapprigen Plastikstuhl und musste immer wieder mal zur Seite, als ein Stapel Akten hereingetragen und dem Chief auf den Tisch gelegt wurde. Um 16.00 h meinte er freundlich, dass er heute um  16.30 h Feierabend machen würde. Wir haben das begrüßt, weil wir auch nicht so lange warten wollten. Um 16.15 h wiederholte er seine Aussage. Wir saßen ihm immer noch in seinem Büro gegenüber.  Nachdem wir ihm versuchten klarzumachen, dass ich extra aus Deutschland angereist bin und dass wir ein Schulzentrum für die Kinder seines Bezirks bauen würde, war er darüber sehr erfreut und riet uns, doch am nächsten Tag gleich morgens um 9.00 h da zu sein, es sei ja auch alles kein Problem aber jetzt müsste er Feierabend machen. Er bedauerte es auch sehr, dass wir schon seit 10.00 h warteten. Am nächsten Tag fuhr dann Matano alleine nach Kwale, um 13.00 h rief er uns an, dass er einen riesen Rabatz veranstaltet hat und  um 14.30 h hatte er für 4 Grundstücke die Bestätigung, den sogenannten “land search”. Leider war für das 5. Grundstück, für das ja erst 2 Wochen vorher  die Grundstücksurkunde von der derselben Behörde ausgestellt wurde, die “green Card” nicht auffindbar.  Zwei Wochen später hat William dann bei einem weiteren Termin das “land search”-Dokument endlich erhalten. Birgit sagt immer – das ist Kenia – für mich immer noch schwer zu verstehen. Die Aktionen fanden natürlich alle bei einer Temperatur von 30 – 35 °C im Schatten statt. Die ehemaligen Grundstücksbesitzer mussten wir bei der Polizei anzeigen, wohl wissend, dass dies wenig Erfolg bringen wird. Aber es gibt in Kenia auch ein Gesetz, dass es verbietet, ohne Genehmigung große Bäume zu fällen und größere Veränderungen an Grundstücken vorzunehmen. Um einer Anzeige gegen uns wegen unerlaubter Baumfällarbeiten vorzubeugen, haben wir die Anzeige bei der Polizei erstellt und auch beim “Earth Chief”, vergleichbar mit unserem Landrat, die illegale Aktion angezeigt. Wir haben für das Grundstück die Grenzsteine setzen lassen, und die restlichen großen Bäume vermessen lassen, so dass wir diese in unserer weiteren Planung  berücksichtigen können.  Sie sind wertvoll als Schattenspender und natürlich bringen sie auch Früchte, die wir gut verwenden können.  Wir haben Gespräche mit örtlichen Architekten geführt, ihnen unsere Planungen erklärt und Angebote eingeholt für die Umsetzung der Planung in eine Genehmigungsplanung. Das Grundstück haben wir von Gestrüpp roden lassen, so das Ausmaß nun gut erkennbar ist. Damit nicht noch weiter illegal Bäume gefällt und Holz gestohlen wird sorgt nun täglich ein Wächter. Aber nachts können wir das nicht verhindern. Insofern werden wir das Grundstück einzäunen müssen um auch während der Bauzeit die Baumaterialien vor Diebstahl zu schützen. Das wird neben der Erstellung der Bauantragsunterlagen zusammen mit dem Bau eines Brunnens die ersten baulichen Maßnahmen sein.Im Februar 2014 flog ich, Helmut,  nach Kenia um die Vorbereitungen für den Bau unseres Education Centers zu treffen. Gespräche mit örtlichen Architekten, Vermessungsingenieuren, Brunnenbauern und erste Vorgespräche mit Bauunternehmen waren angesagt. Tatsächlich erreichte uns kurz vorher die Horrorbotschaft von Birgit, dass die ehemaligen Grundstücksbesitzer angefangen haben, die großen Bäume auf den Grundstücken zu fällen um sie als Brennholz zu verkaufen. Birgit hat die Aktion zwar sofort stoppen können, jedoch waren leider schon ein Großteil der Bäume gefällt. Ein Riesendesaster und sehr enttäuschend für uns. So begann der Aufenthalt mit einem Frusterlebnis. Die Grundstückskäufe, insgesamt waren es fünf Grundstücke, waren endgültig mit der Teilung des letzten Grundstückes und des Erhalt des letzten Title Deed (Grunderwerbsurkunde)  Ende Januar abgeschlossen und bezahlt. Trotzdem riet uns Birgit, doch lieber noch einmal im Grundbuchamt abzuchecken, ob unser Verein nun tatsächlich auch als Grundbesitzer eingetragen ist. Eigentlich ist das sehr einfach. Es gibt eine “green Card” für jedes Grundstück auf dem Grundbuchamt, diese ist in den Grundbüchern unter dem Bezirk und dem County abgelegt. Nachschauen, auf dem Formular die Richtigkeit bestätigen, Stempel, Unterschrift, fertig! Zumal die “green Cards” ja erst ca. 3 Wochen vorher ausgestellt wurden um die Title Deeds ausstellen zu können, deshalb schien das einen Zeitaufwand von höchstens 2 Stunden zu beanspruchen. So weit , so logisch. Um 10.00 h waren Birgit, William, Matano und ich in Kwale, um 10.30h waren die notwendigen Formulare gekauft (!!), selbst ausgefüllt und Matano und William standen in der Schlange an. Um 12.00 h hieß es Mittagszeit, der Chief war weg – vielleicht 1-2 Stunden wer weiß das schon. Um 14.00 waren wir wieder da, um 15.30 h saßen wir dann in seinem persönlichen Büro und plauderten und warteten, während er zwischendurch aller möglichen Dokumente unterschrieb, ein reges Kommen und Gehen, Akten wurden hereingeschleppt und wieder rausgetragen. Ich saß auf einem klapprigen Plastikstuhl und musste immer wieder mal zur Seite, als ein Stapel Akten hereingetragen und dem Chief auf den Tisch gelegt wurde. Um 16.00 h meinte er freundlich, dass er heute um  16.30 h Feierabend machen würde. Wir haben das begrüßt, weil wir auch nicht so lange warten wollten. Um 16.15 h wiederholte er seine Aussage. Wir saßen ihm immer noch in seinem Büro gegenüber.  Nachdem wir ihm versuchten klarzumachen, dass ich extra aus Deutschland angereist bin und dass wir ein Schulzentrum für die Kinder seines Bezirks bauen würde, war er darüber sehr erfreut und riet uns, doch am nächsten Tag gleich morgens um 9.00 h da zu sein, es sei ja auch alles kein Problem aber jetzt müsste er Feierabend machen. Er bedauerte es auch sehr, dass wir schon seit 10.00 h warteten. Am nächsten Tag fuhr dann Matano alleine nach Kwale, um 13.00 h rief er uns an, dass er einen riesen Rabatz veranstaltet hat und  um 14.30 h hatte er für 4 Grundstücke die Bestätigung, den sogenannten “land search”. Leider war für das 5. Grundstück, für das ja erst 2 Wochen vorher  die Grundstücksurkunde von der derselben Behörde ausgestellt wurde, die “green Card” nicht auffindbar.  Zwei Wochen später hat William dann bei einem weiteren Termin das “land search”-Dokument endlich erhalten. Birgit sagt immer – das ist Kenia – für mich immer noch schwer zu verstehen. Die Aktionen fanden natürlich alle bei einer Temperatur von 30 – 35 °C im Schatten statt. Die ehemaligen Grundstücksbesitzer mussten wir bei der Polizei anzeigen, wohl wissend, dass dies wenig Erfolg bringen wird. Aber es gibt in Kenia auch ein Gesetz, dass es verbietet, ohne Genehmigung große Bäume zu fällen und größere Veränderungen an Grundstücken vorzunehmen. Um einer Anzeige gegen uns wegen unerlaubter Baumfällarbeiten vorzubeugen, haben wir die Anzeige bei der Polizei erstellt und auch beim “Earth Chief”, vergleichbar mit unserem Landrat, die illegale Aktion angezeigt. Wir haben für das Grundstück die Grenzsteine setzen lassen, und die restlichen großen Bäume vermessen lassen, so dass wir diese in unserer weiteren Planung  berücksichtigen können.  Sie sind wertvoll als Schattenspender und natürlich bringen sie auch Früchte, die wir gut verwenden können.  Wir haben Gespräche mit örtlichen Architekten geführt, ihnen unsere Planungen erklärt und Angebote eingeholt für die Umsetzung der Planung in eine Genehmigungsplanung. Das Grundstück haben wir von Gestrüpp roden lassen, so das Ausmaß nun gut erkennbar ist. Damit nicht noch weiter illegal Bäume gefällt und Holz gestohlen wird sorgt nun täglich ein Wächter. Aber nachts können wir das nicht verhindern. Insofern werden wir das Grundstück einzäunen müssen um auch während der Bauzeit die Baumaterialien vor Diebstahl zu schützen. Das wird neben der Erstellung der Bauantragsunterlagen zusammen mit dem Bau eines Brunnens die ersten baulichen Maßnahmen sein.