Es war keine einfache Aktion. Der Standort für die Bohrung war durch unsere Planung mehr oder weniger vorgegeben. Alle Unternehmer meinten auch, es gibt dort Wasser. Was ja nicht selbstverständlich ist. Nach der Auftragsvergabe, dem zügigen Start der Bohrarbeiten, einigen Unterbrechungen durch defekte oder nicht richtig gelieferte Ersatzteile war es dann soweit. Nach 122 feet Bohrtiefe kam die Meldung. Wasser !!  Am Dienstag, 07.10. sollte der Pumpentest und die Abnahme der Arbeiten erfolgen. Schon Sonntag schreibt uns Birgit – kleine Regenzeit ist angebrochen, es schüttet wie aus Kübeln. Montag das gleiche, es schüttet immer noch. Sie fürchtet, die Firma kommt nicht um den Test zu machen. Andauernder Regen bedeutet auch meistens, die Straßen sind nicht befahrbar – es sind nur wenige asphaltiert. Dienstag früh, es schüttet nach wie vor, aber der Firmenchef ist persönlich zum Test da.

Birgit beobachtet aus dem sicheren Auto heraus, wie der Generator nicht anspringt. Aber schließlich klappt es doch noch und Wasser beginnt zu fließen.

Der Firmenchef ist stolz auf seine Arbeit, sie hat ja auch nur 6 Wochen länger gedauert als geplant, möchte nach 30 Minuten den Pumpentest abbrechen und schlappe 600 Euro mehr, da er ja nur mit 90 feet statt mit 122 feet Bohrtiefe gerechnet hat. Aber mit solchen Mätzchen kommt er bei Birgit richtig gut an. Vertrag ist Vertrag und da keine Bohrtiefe festgelegt und der Pumpentest mit 3 Stunden vereinbart war, wurde das auch so durchgezogen!

Nach 3 Stunden immer noch die gleiche Menge an Wasser, also können wir davon ausgehen, die Brunnenfirma hat keine unterirdische Pfütze erwischt sondern liefert richtig gutes Grundwasser. Das Wasser ist klar und rein, ebenso die Freude darüber.

Der Brunnen bleibt natürlich nicht so. Auf der Betonplatte wird erstmal für die Bauzeit ein 5000 ltr. Wassertank platziert – bei diesem Gewicht bekommt er wenigstens keine Beine. Später wird der Wasserturm gebaut und der Tank wandert nach oben. Von dort aus werden dann die einzelnen Gebäude versorgt. Nachfolgend noch einige Eindrücke vom Tag des Pumpentests.