Wir blicken zurück auf ein schwieriges Jahr. Die Hotels hatten wieder geschlossen, bzw. mit nur wenigen Gästen das Personal drastisch gekürzt. Die Menschen haben ihre Arbeit verloren und kein Geld für Lebensmittel und für das Schulgeld ihrer Kinder. Denjenigen Witwen, die mit kleinen Tätigkeiten, wie Gebäck, Tücher oder Schmuck an Touristen zu verkaufen etwas dazu verdienen konnten, fiel auch dieser kleine Verdienst weg.

Zudem ist, wie ja auch in den Medien zu hören und zu lesen war, dieses Jahr viel zu wenig Regen gefallen, was wiederum eine kleine Ernte im kleinen Vorgarten zunichte gemacht hat und prinzipiell die Lebensmittelpreise erhöht hat.

Nachdem viele Eltern bei den Schulen Schulden (nicht bezahlte Gebühren) gemacht haben, die sie nach wie vor nicht bezahlen können mussten viele Kinder zu Hause bleiben, bzw. müssen nächstes Jahr zu Hause bleiben, da ihnen der Schulbesuch verweigert wird. Nur einigen Kindern und Jugendlichen konnten wir aus dieser traurigen Lage helfen.

Im Moment bekommen jeden Monat etwa 45 Witwen mit ihren Kindern Lebensmittel – in unserer Weihnachtsaktion wollen wir noch einige mehr unterstützen, denen es an Nahrung fehlt. Mehr als 50 Kinder können dank der Unterstützung im Moment auf die Primary School gehen, mehr als 70 Jugendliche die Secondary School besuchen, mehr als 50 die Polytechnic-Berufsschule und mehr als 10 junge Erwachsene das College, 2 Jugendliche die Universität.

Mehr als 10 Witwen ohne jegliche Schulbildung haben die Möglichkeit auf einer Nähschule eine Ausbildung zu machen – sie bekommen nach der Ausbildung eine Nähmaschine, damit sie sich ihren Unterhalt verdienen können.

 

 

 

 

 

Wir haben damit begonnen, Witwen in ihren Hütten eine Solarzelle einzubauen und denen, die die Möglichkeit haben, etwas anzubauen, ein Saatgut-Paket, d.h. Werkzeuge zur Bearbeitung und Saatgut, zu geben. Dank einzelner großzügiger Spenden konnten sogar einzelnen Witwen ein Dach über dem Kopf und die nötigsten Gebrauchsgegenstände, sowie allen ihren Kindern der Schulbesuch durch Ausgleich der Schulschulden, durch Kauf von Schuluniformen und Schulmaterial ermöglicht werden.  

Hamadis Schwester Fatuma hat Kontakt mit verschiedenen Witwen und Mädchen aufgenommen, sie trifft sich regelmäßig mit ihnen, um sich ihre Sorgen und Probleme anzuhören und um sie über die Wichtigkeit der Schulbildung für Mädchen und Frauen aufzuklären. Sie gibt uns regelmäßig Informationen über besonders hilfsbedürftige Menschen, so dass wir gezielt helfen können.