2018 haben wir begonnen, Erfolgsgeschichten aufzuschreiben, jetzt wollen wir wie angekündigt diese fortsetzen, sie sind das Ergebnis der finanziellen und tatkräftigen Unterstützung unserer Mitglieder, Paten und Förderer.

Die Erfolgsgeschichten gehen weiter mit der Geschichte von Ali Mbusa. Wir haben Ali gleich im ersten Jahr unserer Reisen nach Kenia kennengelernt. Als Waisenkind lebte er bei seiner Tante, die selbst Witwe ist und 4 Kinder hat. Natürlich war für seinen Schulbesuch, bzw. Schulkleidung und Bücher, kein Geld da.

no images were found

Ali hat sich sehr angestrengt und die Primary School und dann die Secondary School mit guten Noten abgeschlossen. 2018 beendete er das College und unterrichtet nun Grundschulkinder. Er möchte gerne weiter studieren und Lehrer für die Secondary School werden. Wir haben mit ihm vereinbart, dass er erst einmal arbeitet und Geld zur Seite legt. Dann werden wir ihn weiter unterstützen.

Geschichte von Garama Mwemo.

Garama war das allererste von uns geförderte Kind. Wir haben ihn bei unserem ersten Besuch in Kenia getroffen. Er stand immer im Hintergrund, hat uns aber aufmerksam beobachtet. Wir waren auf dem Schulgelände und alle Kinder hatten Schulkleidung an – außer Garama. Er besaß keine Schulkleidung und konnte somit die Schule nicht besuchen. Er hatte beide Elternteile verloren und wohnte bei einem Onkel. Da dieser gerade noch genügend Geld für den Schulbesuch seiner eigenen Kinder hatte, wurde Garama in dieser Familie lediglich mit Nahrung versorgt. Als wir ihn ansprachen (natürlich auch über Hamadi auf Suaheli) war er sehr schüchtern und erst der Lehrer erzählte uns seine traurige Geschichte. Wir veranlassten gleich vor Ort seine Ausstattung mit Schulkleidung, Schulranzen und Schulmaterial und konnten das erste Lächeln in seinem Gesicht erleben. Garama war weit älter als die Kinder seiner Klasse und es war für ihn oft nicht einfach, die Hänseleien einiger seiner Mitschüler auszuhalten. Aber er lernte fleißig, machte den Grundschulabschluss und dann ging er auf die Secondary School. Danach durfte er den PKW-Führerschein machen. Heute macht er die Ausbildung zum „Vehicle Driver & Machine Operator“ – ein großer Schritt für die berufliche Existenzsicherung und was für eine wundervolle Geschichte.

no images were found

Eine kleine große Erfolgsgeschichte

Sie handelt von Abuto Douglas. Seine Mutter war verstorben, als er noch ein kleines Kind war und sein Vater starb, als er das dritte Jahr der Secondary School besuchte. Abuto wurde von seinem Onkel in Ukunda aufgenommen. Dieser hatte keinen Schulabschluss und immer nur zeitweise einen Hilfsarbeiterjob. Somit konnte er zusätzlich zu seinen Kindern nicht auch noch Abuto den Schulbesuch ermöglichen. Er bat Jinja um Hilfe. Abuto beendete mit Hilfe unserer Organisation die Secondary School mit sehr guten Noten. Sein sehnlichster Wunsch war es, zu studieren. Wir haben lange überlegt, da ein Studium sehr teuer ist, und wir nicht allen unseren Kindern diesen Wunsch erfüllen können. In einer Mitgliederversammlung wurde aber dann beschlossen, aufgrund der sehr guten Noten diesem einen Kind das Universitätsstudium zu ermöglichen. Und wir haben nichts zu bereuen. Im Dezember 2018 hat Abuto sein Studium abgeschlossen und uns nun seine Urkunden und Fotos von seinem Erfolg und Zeremonie der Urkundenverleihung zugeschickt. In Nairobi hat er sich beworben und arbeitet nun schon probeweise bei einer Firma. Wir sind sehr glücklich über diese Geschichte.

no images were found

Das Ergebnis unseres Nähprojekts

In einem unserer früheren Artikel haben wir über den Werdegang von Binti Athumani und Biasha Hassan berichtet. Ihre Ausbildung wurde von uns von der Primary School bis zur Polytechnic School gefördert. Nun unterstützen wir sie als Schneiderinnen mit einem Geschäft in Ukunda, in dem sie für unsere Kinder in Jorori auch Schuluniformen nähen. In den letzten Monaten haben sie alle Schuluniformen für die vom Verein unterstützten Kinder genäht und uns stolz Fotos geschickt. Unser Ziel ist es, auch zusätzlich für andere Schulen Uniformen anfertigen zu lassen.

no images were found

Das Boarding House- Projekt

Nachdem unser großes geplantes Schulprojekt durch den Ausstieg des Großsponsors nicht umgesetzt werden konnte hatten wir angedacht, ein Betreuungshaus zu bauen. Dabei ist kein „Waisenhaus“ im klassischen Sinn gemeint, sondern ein betreutes Wohnen für Jugendliche, die im Zeitraum ihrer Ausbildung zu weit von zu Hause entfernt sind, und die keine Möglichkeit haben, in einem Internat untergebracht zu werden.

Mit dem Bau eines ersten Hauses wurde im August 2017 begonnen, dort sollen 2 Familien ständig wohnen. Eine sehr arme Familie, eine Witwe mit 6 Kindern, bewohnt bereits 2 Räume im Haus, obwohl noch nicht vollständig fertiggestellt. Nach Fertigstellung wird noch eine weitere arme Familie dort einziehen.

Unsere Unterstützung für ein zweites „Boarding-House“ in Ukunda wurde im Dezember 2017 begonnen. Das Haus soll Übernachtungsmöglichkeiten für 30 Jugendliche bieten, 1 Wohnung für die Herbergsfamilie, die dort wohnen wird, sowie eine kleine Küche, Shop, Werkstatt und sanitäre Anlagen, getrennt für Jungen und Mädchen. Die Betreuung des Baus vor Ort und die Überwachung des Betriebs hat Hamadi’s Bruder Juma in Kenia vorgenommen. Nach nun 2 Jahren Bauzeit ist der Bau soweit fertig, dass die ersten Kinder und Jugendlichen einziehen können. Nachfolgend eine kleine Übersicht über den Baufortschritt bis zur Fertigstellung.